In der Nacht zum 11. September 2026 ist das Vereinsheim des Schützenvereins in Klötze (Altmarkkreis Salzwedel) vollständig niedergebrannt. Mehr als einhundert Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Im Internet sind inzwischen Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene aufgetaucht. Es ist bereits das zweite Vereinsheim in der Altmark, das innerhalb von zwei Wochen in Flammen aufging.
Der Bund Deutscher Militär- und Polizeischützen verurteilt diesen Anschlag auf das Schärfste. Schützenvereine sind Orte des Ehrenamts, des Sports, des Brauchtums und der Gemeinschaft. Sie werden getragen von Menschen aller politischen Überzeugungen, von Handwerkern, Landwirten, Polizisten, Lehrern und Familien, die dort seit Generationen zusammenkommen. Wer ihre Vereinsheime anzündet, greift die Mitte unserer Gesellschaft an. Er nimmt zudem billigend in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen – Anwohner ebenso wie die Einsatzkräfte, die nachts ausrücken, um das Feuer zu löschen.
BDMP-Präsident David Brandenburger erklärt dazu: „Wer Sportschützen für politische Entwicklungen in Haftung nimmt und ihre Vereinsheime zum legitimen Ziel erklärt, hat den Boden unserer Verfassung verlassen. Politischer Streit wird in diesem Land mit Argumenten geführt, nicht mit dem Brandsatz. Von den Aktivisten der linken Szene erwarten wir Mäßigung und die Rückkehr zu den Mitteln der Demokratie. Von der politischen Linken erwarten wir eine klare und öffentliche Distanzierung – ohne Wenn und Aber. Was von demokratischen Parteien zu Recht verlangt wird, wenn Gewalt von rechts ausgeht, gilt in gleicher Weise, wenn sie von links kommt.“
Von den Ermittlungsbehörden erwarten wir eine konsequente Aufklärung und Strafverfolgung. Brandstiftung ist kein Aktivismus. Sie ist ein Verbrechen.
Unsere Mitglieder und alle Schützenvereine im Land bitten wir, in den kommenden Wochen wachsam zu sein. Verdächtige Ereignisse und Personen im Umfeld von Schützenhäusern und Schießständen melden Sie bitte umgehend der Polizei. Nehmen Sie auch scheinbar geringfügige Beobachtungen ernst – Schmierereien, Ausspähversuche oder ungewöhnliche Aktivitäten können im Rahmen der Ermittlungen von Bedeutung sein.
Den Schützinnen und Schützen in Klötze gilt unsere volle Solidarität.
Rechtsanwalt Christian Teppe, Anwalt des BDMP