Bis zu dem Nachmittag
an dem sich der Käpt´n in Aufopferung für die Mannschaft
beim Melonenschneiden tief in den Abzugsfinger hinein schnitt. Das war
2 Tage vor dem Matchbeginn. Zum Glück waren Nerven und Sehnen nicht
getroffen, und die Wunde war nicht ganz so tief wie der Blutfluss es zuerst
vermuten ließ. Mit einem Klebeband auf der Wunde zeigte der Käpt´n
dann aus welchem Holz er geschnitzt ist
und trat beim ersten Match, den Ontario Provincials am Freitag schon wieder
an die Feuerlinie.
Obwohl damit ein klares Zeichen gesetzt war, wollte
der Motor im Team am ersten Tag lange nicht richtig anspringen. Der Held
von Philippsburg säbelte im Neuner herum, Ralf Vanicek brachte sich
mit einem verkorksten Match 2 um Kopf und Kragen, und Thomas Klix schoss
weit unter seinen Möglichkeiten.
Thomas hatte im letzten Jahr bei den Canadian Nationals mit 1490 und 1492
Ringen eine der besten Vorstellungen abgeliefert, die je von einem deutschen
Schützen geleistet wurden. Er war der Gesamtsieger im Hauptwettkampf,
gewann mit dem Team und die 1492 Ringe stellten einen neuen Deutscher
Rekord dar. Er führte in der Zeit danach die Rangliste mit einem
Schnitt von über 1490 an. Das hatte vor ihm noch keiner geschafft.
Die Erlösung kam am Freitag dann in einem der nächsten Durchgänge
und hieß Peter Dück. Peter schoss mit 1485 das beste Ergebnis
an diesem Tag und gewann damit die Ontario Provincials. Ein schöner
Erfolg für ihn, der noch gekrönt wurde durch den Sieg bei Distinguished
Revolver und Dist.Pistol. Damit gingen 3 von 4 Titeln an diesem Tag alleine
auf sein Konto. Sein Kommentar als er am nächsten Tag die Endergebnisse
der beiden Distinguished Disziplinen erfuhr: Das gehört zum Hauptwettkampf
dazu …
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