PPC 1500 - Revolver - Merkle Tuning

Marc Kleser, zweiter deutscher High - Master PPC 1500, stellt den PPC Revolver

„Grand Master" aus dem Hause Ralf Merkle vor.

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Ein Bericht von Josef Stadler

Immer mehr Waffen, speziell abgestimmt auf die 1500, kommen auf dem Markt. Wir möchten allen Firmen die Möglichkeit geben, ihre Produkte kurz vorzustellen. Ralf Merkle, selbst aktiver PPC Schütze, war ein Mann der "ersten Stunde" im PPC Bereich. Selbst aktiver Schütze, bemühte er sich um die Besonderheiten der 1500 und der dazugehörigen Waffen. Ralf und seine Frau Sylvia waren es auch, die die Initiative ergriffen und als Angehörige des S&W Club 30 Germany massiv unterstützten. Sowohl finanziell als als auch sozusagen als Notarzt für die Waffe am Wettkampfort.

 Der neueste Wurf aus dem Hause Merkle nennt sich "Grand Master". Marc Kleser, der seit 1992 für das Merkle Team schießt, gewann damit die diesjährige German Open. Auch Neil Jones, britischer High Master, greift auf dieses Modell zurück, wenn er in Deutschland Wettkämpfe schießt.

Merkle verwendet ausschließlich S&W Revolver mit K-Rahmen, wie z.B. Modell 19 oder 65. Diese bieten nach Meinung von Ralf Merkle durch günstigere Feder- und Hebelwege eine bessere Abzugscharakteristik als die größeren L-Frame Modelle. Auch in der Weltspitze findet man fast ausschließlich PPC Revolver auf Basis des K-Rahmens.

Der Abzug des Grand Master gleitet perfekt. Alle Rasten sind aufeinander abgestimmt und entsprechend bearbeitet. Alle gleitenden Teile laufen spielfrei. Der bullige Lothar-Walter-Polygonlauf wiegt alleine 835 Gramm und trägt damit beträchtlich zum Gesamtgewicht der Waffe von fast 1900 Gramm bei. Durch den schweren Lauf ist die Waffe angenehm kopflastig und liegt auch bei schnellen Schußfolgen "seelenruhig". Auf Wunsch kommen aber auch andere Läufe zum Einsatz. Der Übergangskonus hat 11o und die Mündungspartie ist sauber angefast. Das gewährleistet von "Anfang bis Ende" eine saubere Führung des Geschosses. 

Am Merkle Grand Master wird jedes Teil eingehend überprüft. So auch der Rundlauf der Trommel und das exakte Fluchten jeder Kammer vor der Laufselenachse. Eine übermassige Transportklinke und der Trommelstop, perfekt bearbeitet und getimt, sorgen für den richtigen Sitz der Trommel bei der Schußauslösung. Die Trommelbohrungen wurden zum schnellen und sicheren Nachladen, auch mit "heiklen" Wadcuttern, angefast. Der Trommelstern ist für sauberes Gleiten poliert. Die Trommelverriegelung erfolgt über den sog. "Crane Lock", eine federgelagert Kugel, die in eine rahmenseitige Ausfräsung eingreift. Zum Entriegeln der Trommel kommt der hauseigene "Merkle- Trommelschieber" zum Einsatz, der weit nach hinten reicht und besonders schnell und bequem zu erreichen ist.

An Visierschienen verwendet Merkle Tuning die Modelle von Wichita oder Aristocrat. Merkle bietet aber auch Alu-Visierschienen, ebenfalls für ver-schiedene Distanzen voreinstellbar, an. Sie sind leichter als die bekannten Modelle und auch in den Fraben rot, blau, gold und silber erhältlich.

Getestet von Marc Kleser lieferte der Grand Master Spitzenergebnisse und schoß auf 25 m Top-Streukreise von 15 mm (Bingley 148 grs. HBWC, 2,8 grs Winchester Super Target und Primer Federal 100). Mit Hirtenberger Fabrikmunition, H&N sowie Precision Delta Handlaborierungen wurden Streukreise zwischen 19 und 27mm erzielt. Ein 50-Meter-Test konnte nur ein "Freihand" erfolgen, der aber laut Marc mit allen getesteten Laborierungen "ohne Ausreißer" ablief.

Fazit: 

Die Waffe kostet (ohne Nill PPC-Griff) DM 3.300.- In Anbetracht des Aufwandes, der bei der Überarbeitung betrieben wird, ein angemessener Preis. Die titannitrierte Ausführung liegt bei ca. DM 3.600.-